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Pura Taman Ayun – Mengwi

Wie eine Insel wirkt der Pura Taman Ayun in Mengwi, dem einstigen Machtzentrum der Religion, das unweit der Touristenzentren im Süden und Südwesten Balis liegt. Grund dafür ist, dass die Tempelanlage auf einer kleinen Flussinsel liegt und umgeben von unzähligen Lotusblüten einen mehr als idyllischen Anblick bietet. Der Eindruck eines paradiesischen Gartens vertieft sich angesichts der Obst- und Frangipani-Bäume, die das Gewässer säumen und einen süßen Duft verströmen. Aber Achtung: Hier wächst auch die berüchtigte Durian-Frucht, die – einmal geöffnet – einen ungeheuerlichen Gestank absondert.




Der Pura Taman Ayun ist einer der größten und wichtigsten Tempelanlagen Balis und zugleich eine der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten der Insel. Seine große Bedeutung resultiert u.a. auch daraus, dass hier neben den Gottheiten, für die der Tempel gebaut wurde, auch andere Götter verehrt werden. Die Anlage spiegelt darüber hinaus das hindu-kosmische Weltbild im 18. Jahrhundert wider, sie liegt genau zwischen den Vulkanen weiter im Norden und dem Meerestempel Ulun Siwi im Süden. Inmitten von Reisfeldern und Kaffeeplantagen sorgt man hier seit Jahrhunderten für den Ausgleich zwischen Himmel und Erde, Gut und Böse, Leben und Tod.

Taman Ayun

Taman Ayun ©iStockphoto/swisshippo

Nicht nur die Funktion von Pura Taman Ayun ist ungewöhnlich, auch dessen Architektur ist es. So gelangt man etwa über einen Steg zur eigentlichen Tempelinsel. In der leicht terrassierten Anlage stößt man u.a. auf ein Wantilan (eine offene Halle) wo Tanzvorführungen und Hahnenkämpfe stattfinden, auf filigrane Reliefs und einen reich verzierten Lotusthron, auf insgesamt 29 Schreine mit ihren wunderschönen, traditionell geschnitzten Türen und vieles mehr.

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