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Tulamben

Im Nordosten Balis am Fuß des Gunung Agung liegt ein Fischerdorf, das trotz seines unspektakulären Auftretens und seines eher steinigen, schwarzen Strandes trotzdem weltweit bekannt ist. Aber nicht besondere Wellness-Anwendungen oder ein Bauwerk machen das Örtchen zum touristischen Anziehungspunkt: Tulamben gilt als das Tauchzentrum Balis schlechthin. Seine Bekanntheit hat es neben seiner Steilwand und dem Paradise Reef vor allem dem Wrack der amerikanischen SS Liberty zu verdanken: Das Handelsschiff wurde 1942 von den japanischen Besatzern torpediert und an Land gezogen. Der Ausbruch des Gunung Agung anno 1963 bewirkte jedoch, dass das Wrack auseinander brach und vom Strand wieder ins Meer geschoben wurde. Dort liegt es noch heute, genau vor der Küste, vom Strand aus schnell erreichbar.




Obwohl es um Tulamben noch einige andere sehr interessante Tauchspots gibt – die Putzerstation nahe der Steilwand beispielsweise oder Batu Klebit, wo man neben Mantas und Haien bei guter Sicht auch Mondfische sehen kann – ist es doch das Wrack, das die meisten Taucher anlockt. An manchen Nachmittagen tummeln sich bis zu 50 Taucher und mehr, dazu kommen neugierige Schnorchler (das Wrack liegt nicht sehr tief). Wer das Wrack lieber in Ruhe entdecken will, sollte sich 1-2 Tage in einem der wenigen kleinen Hotels einquartieren und seinen Tauchgang auf den Vormittag verlegen. Dann wirkt das vollständig von Korallen und Schwämmen überwucherte Wrack wie ein einziger lebendiger Organismus. Die Sicht ist gut, gerade weil in der geringen Tiefe auch noch Sonnenstrahlen die Szenerie erleuchten. In der Regel findet man hier Makrelenschwärme, Büffelkopf-Papageienfische und viele weitere der hier heimischen über 400 Fischarten.

Tauchen in Tulamben

Tauchen in Tulamben ©iStockphoto/Andrea Izzotti

Übrigens: Das Wrack ist auch zum Schnuppertauchen gut geeignet, da es in geringer Tiefe liegt, die Sicht gut und die Strömung nicht allzu ausgeprägt ist.

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