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Impfungen für Bali – Tollwut, Malaria, Dengue Fieber

Malaria, Tollwut, Dengue Fieber – was muss, was kann?

Wer nach Bali möchte – sei es für längere Zeit oder zum Urlaub machen – möchte sicher und entspannt reisen. Umso wichtiger ist medizinische Vorsorge. Die medizinische Versorgung auf Bali ist, verglichen mit den westlichen Standards, eher schlecht. Auf Bali gibt es private und öffentliche Krankenhäuser, aber überwiegend und gerade in den weniger erschlossenen Gebieten sogenannte Puskesmas. Hierbei handelt es sich um kleine Krankenstationen und Gesundheitszentren, die aber vorwiegend für die 1. Hilfe da sind. Wer vor Ort in einer solchen Krankenstation oder im Krankenhaus ist, muss die Medikamente und Behandlung selbst zahlen. Das kann mitunter ziemlich kostspielig werden. Deshalb sollte man es lieber nicht darauf ankommen lassen und vorsorgen. Das heißt, guter Schutz durch Impfungen muss rechtzeitig geplant und durchgeführt werden. Impfungen brauchen immer etwas Zeit, um ihre volle Schutzfunktion zu entfalten. Neben dem Hausarzt kann man hierfür auch mit Tropenmedizinern sprechen, die über Risiken und mögliche Impfungen aufklären können.




Reisekrankheiten auf Bali

Der folgende Beitrag ist nur eine Sammlung von Informationen und Tipps für einen sicheren Bali-Urlaub, ersetzt jedoch nicht den Gang zum Arzt. Diese Verantwortung muss jeder Reisende selbst übernehmen und für sich entscheiden, was in Bezug auf Impfungen und Vorsorge muss und was kann.

Da Bali eine tropische Insel ist, besteht dort ein höheres Gesundheitsrisiko als hierzulande. Durch das tropische, feucht-warme Klima haben Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger einen perfekten Nährboden, um sich zu vermehren. Daher ist es immer ratsam, nicht unvorbereitet auf eine solche Reise zu gehen und die Risiken vor Ort zu kennen. In vielen Teilen Indonesiens und auch in Bali kommt es hin und wieder zu Malaria-Fällen. Malaria wird durch Mücken übertragen. Selbiges gilt für das Dengue Fieber. Ein großes Problem ist Tollwut auf Bali, weil dort viele wilde Hunde und Katzen, aber auch Affen leben. Durch diese Tiere gibt es immer wieder vermehrte Tollwutinfektionen.

Impfung

Impfung ©iStockphoto/Remains

Impfschutz auf Bali

Bali gehört zu Indonesien. Die Insel im Indischen Ozean liegt in den Tropen und genau das macht sie zu einem Gebiet, in dem man auf besonderen Impfschutz Wert legen sollte. Als Grundprophylaxe werden grundsätzlich erstmal die in Deutschland geltenden Standardimpfungen empfohlen. Diese Vorgaben stammen von der Impf-Kommission des Robert-Koch-Instituts und werden ständig aktuell gehalten. Für Bali sind folgende Grundprophylaxen empfohlen, nicht aber vorgeschrieben: Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Pneumokokken, Mumps Masern Röteln (MMR), Hepatits A sowie Influenza. Wer sich längere Zeit auf Bali aufhalten möchte, sollte auch über Hepatitis B-, Tollwut-, Typhus- und die Japanische Encephalitis-Impfung nachdenken. Mit einer Impfung schützt man sich immer vor Krankheiten, die nicht selten auch tödlich oder lebensbedrohlich sein könnten. Aber Impfungen helfen auch dabei, dass sich bestimmte Krankheiten und Infektionen nicht weiter ausbreiten. Es gilt zwar, dass Reiseimpfungen grundsätzlich freiwillig sind, solange keine Impfung vom jeweiligen Land vorgeschrieben ist. Aber nur weil sie freiwillig sind, heißt das nicht, dass sie nicht wichtig sind.

Impf-Checkliste für die Bali-Reise

Um es etwas einfacher zu machen, hier noch einmal eine kleine Checkliste:

  • Rechtzeitiges und ausführliches Informieren über nötige oder empfohlene Impfungen, die für die Bali-Reise wichtig sind. Das kann man beim Hausarzt oder bei einem Tropenmediziner machen.
  • Wenn man zum Arzt geht, sollte man unbedingt den Impfpass mitbringen.
  • Entscheidung treffen, ob man sich impfen lässt oder nicht. Und im Falle von Ja, welche Impfungen man möchte.
  • Die beste Zeit, um rechtzeitig zum Arzt zu gehen, sind ein bis vier Monate vor Reiseantritt. Somit ist der Impfschutz gewährt und alle Impfungen können zuverlässig in der vorgeschriebenen Zeit gegeben werden.
  • Die Tollwut Impfung

    In 99 Prozent der Fälle führt Tollwut auch heute noch zum Tod, wenn sie nicht behandelt wird. Das gilt auch für Menschen, die gegen Tollwut geimpft sind. Die Tollwut-Impfung macht nicht gänzlich immun, sondern verschafft im Prinzip nur Zeit. Wenn man den Verdacht hat, sich mit Tollwut infiziert zu haben, sollte man sofort zum Arzt gehen. Besser ist aber dennoch die rechtzeitige Impfung. Diese ist zwar relativ teuer und besteht aus 3 Injektionen, aber sie könnte Leben retten. Wichtig ist aufgrund der hohen Anzahl der nötigen Injektionen, dass man sich früh genug darum kümmert. Potentiell tollwütig sind auf Bali alle Tiere, die dort frei herumlaufen und die Biss- oder Kratzwunden zufügen. Dazu gehören Hunden und Katzen ebenso wie Affen und Fledermäuse. Besteht der Verdacht, dass man infiziert wurde, sollte man die Reise sofort beenden und umgehend das nächste Krankenhaus aufsuchen.

    Malaria

    Gegen Malaria gibt es (noch) keinen Impfstoff. Aber eine gute Nachricht ist, dass Malaria laut Auswärtigem Amt auf Bali so gut wie gar nicht mehr auftritt. Wenn man jedoch vorhat, von Bali aus auf andere tropische Inseln, wie die Gili Inseln, zu fahren, sollte man gegen Malariamücken vorbeugen. Auf diesen Inseln gehört ein Malariarisiko nämlich dazu. Man kann sich nun beim Arzt beraten lassen, welche Sicherheitsvorkehrungen am besten sind. Übertragen wird Malaria nämlich über eine Mückenart, die vor allem nachts und in der Dämmerung aktiv ist. Den besten Schutz bieten Repellent, lange Kleidung sowie für die Nacht ein Moskitonetz.

    Dengue Fieber

    Auch gegen das Dengue Fieber gibt es (noch) keinen Impfstoff. Die Viruserkrankung wird ebenfalls von einer bestimmten Mückenart übertragen, die allerdings auch tagsüber aktiv ist. Ein Moskitonetz kann daher am Tage nicht wirklich Schutz bieten. Der beste Schutz ist daher Repellent sowie lange Kleidung.

    Weitere mögliche Impfungen

    Die Hepatits A Impfung gehört zu den empfohlenen Impfungen für die Bali-Reise, auch wenn man touristische Gebiete besucht. Die Impfung entfaltet ihren Schutz nach circa zwei bis vier Wochen. Wer einen längerfristigen Schutz wünscht, muss die Impfung nach sechs bis 12 Wochen wiederholen lassen.

    Hepatitis B Impfungen lohnen sich, wenn man sich längere Zeit auf Bali aufhalten möchte. Hier werden zwei Impfungen mit einem Abstand von vier Wochen verabreicht, die dritte Injektion erfolgt nach sechs Monaten.

    Bei der Japanischen Enzephalitis handelt es sich um zwei Impfungen, die im Abstand von ungefähr 28 Tagen gegeben werden. Immer ratsam ist auch die Impfung gegen Typhus, die alle drei Jahre aufgefrischt werden muss.

    Impfvorschriften

    Generell ist für die Einreise nach Bali keine Impfung vorgeschrieben. Kommt man allerdings aus Gebieten, in denen Gelbfieber grasiert, wie beispielsweise Ländern in Afrika, ist eine Gelbfieber-Impfung auch für Bali vorgeschrieben.

    Wann sollte man sich kümmern

    Wer sich impfen lassen möchte, sollte nicht nur darauf achten, dass die Impfungen vor der Abreise gemacht werden, sondern auch, dass der Impfschutz beim Abflug schon ausreichend besteht. Deshalb ist es ratsam, bereits ein bis drei Monate vor der Abreise einen Arzt aufzusuchen und sich impfen oder beraten zu lassen. Wenn man jedoch keine Ahnung davon hat, welcher Impfschutz noch besteht oder was eventuell aufgefrischt werden muss, sollte im besten Fall schon früher, also zwei bis drei Monate vor der Abreise, zum Arzt gehen. Wichtig ist:Die Impfungen benötigen oftmals mehrere Impftermine und können meistens auch nicht mit andere Impfungen gleichzeitig stattfinden, beispielswiese wenn sich die Impfstoffe nicht vertragen. Auch setzt der vollständige Impfschutz erst nach einer gewissen Zeit ein. Zudem ziehen einige Impfungen auch Nachwirkungen mit sich, die noch vor Abreise abgeklungen sein sollten.

    Was bezahlt die Krankenkasse?

    Mal davon abgesehen, dass eine Auslandskrankenversicherung immer eine gute Investition ist – gerade, wenn man in tropische Gebiete wie Bali reist, welche Leistungen übernimmt denn eigentlich die Krankenkasse? Diese Information kann man sich nur beim Hausarzt oder bei der Krankenkasse selbst einholen. Ärzte haben einen ganz guten Überblick über die Leistungen, die die Krankenkassen übernehmen. Aber am Ende muss man so oder so mit der Krankenkasse selbst klären, welche zusätzlichen, freiwilligen Reiseimpfungen gegebenenfalls preislich übernommen oder sogar zu den Standartimpfungen gehören. Wenn die Krankenkasse die Impfkosten nicht übernimmt, muss man diese selbst tragen.

    Fazit

    Weil auf Bali eine schlechtere medizinische Versorgung herrscht als wir es in Mitteleuropa gewohnt sind, sind Impfungen durchaus eine sinnvolle Empfehlung für die Reisevorbereitung. Wer die Grundprophylaxe hat, kann sich gegen Tollwut, Hepatitis A und B sowie die Japannische Enzephalitis impfen lassen. Für das Dengue Fieber und Malaria gibt es leider keinen wirksamen Impfschutz bisher. Sicher werden jetzt viele sagen, dass die Impfungen so teuer sind. Aber dafür halten sie auch eine Weile an und können auch für weitere Reisen in der Zukunft noch sinnvoll sein. Am besten ist es, wenn man sich ein paar Monate vorher erkundigt und kümmert. Ob man sich impfen lässt oder nicht, hängt auch ein wenig davon ab, was man auf Bali machen oder wohin man von da aus noch weiterreisen möchte. Touristisch erschlossene Gebiete bürgen nicht viel Risiko. Aber wen es eher in die Natur und touristisch weniger erschlossene Gebiete zieht, der sollte über die freiwilligen, zusätzlichen Impfungen wirklich nachdenken.

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