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Balinesiche Getränke

Bali hat wesentlich mehr zu bieten als die in Dosen und Plastikflaschen abgefüllten Erzeugnisse diverser Großbrauereien, die vornehmlich in den Touristenzentren angeboten und von laut grölenden Horden Australier auf Junggesellenabschied konsumiert werden. Die bunten und unheimlich süß und künstlich schmeckenden Limonaden kann man auch höchstens eiskalt zu einem kleinen Snack trinken. Bleibt die Frage, womit sich der durstige Balinese stärkt.




Im Alltag ist es tatsächlich meistens Orangen-, Limonen- und Zuckerrohrsaft, die allesamt entweder pur oder mit Wasser verdünnt eiskalt getrunken werden. Darüber hinaus finden sich aber an jeder Straßenecke auf Bali Saftstände, in denen frisches Obst, Gemüse und gecrushtes Eis zu unglaublich leckeren Säften zubereitet werden. Man probiert sich da am besten durch – frischer und geschmacklich intensiver als hier ist es wohl nirgendwo sonst.

Der in Bali auch in großen Mengen getrunkene Tee ist überwiegend geschmack- und farblos, weswegen er auch mit unglaublichen Mengen Zucker zubereitet wird. Eigentlich bietet ja besonders Java gute Teelagen mit feinen Oolongs und Schwarztees – leider bekommt man aber nur selten solche einheimischen Tees vorgesetzt.

Getränk auf Bali

Getränk auf Bali ©iStockphoto/LiudmylaSupynska

Bei den heißen Getränken ist dagegen der Kaffee („kopi“) besonders lobens- und daher erwähnenswert. Im Hochland Balis und besonders Javas werden sehr gute Kaffeesorten angebaut und anschließend geröstet. Man erhält den Kaffee meistens auf arabische Art in kleinen Gläsern, er erfrischt auch in der Hitze exzellent.

Die traditionellen Getränke Balis – Tee und Kaffee kamen ja erst durch die holländischen Besatzer nach Bali – sind im wesentlichen Brem, Tuak und Arak. Brem ist ein süßer, manchmal dickflüssiger Reiswein, dem vor dem Vergären Kokosmilch zugesetzt wurde. Er ist schmackhaft, macht aber das Aufstehen am Morgen nicht gerade zum Vergnügen. Tuak wird aus dem vergorenen Saft der Zuckerpalme gewonnen und enthält etwa 2-3 Prozent Alkohol. Er wird meistens in einseitig versiegelten Bambusrohren serviert und ist für einen plauschigen Abend im Schein von Kerzen oder Fackeln ideal. Ein Teil des Tuaks wird zu Arak weiterdestilliert – dem Arak Tuak mit etwa 40 Prozent Alkoholanteil. Auch aus Reis wird Arak gewonnen (Arak Beras), der wesentlich angenehmer auf der Zunge zergeht.

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