Gili Islands
Die drei Gilis - Gili heißt in der Sasak-Sprache einfach nur "kleine Insel" - Gili Air, Gili Meno und Gili Terawangan liegen etwa 20 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt von Lombok, Mataram. Sie sind von Lombok nur durch eine 2-3 Kilometer messende Wasserstraße getrennt und direkt von Bali aus mit einer täglichen Fähre oder per Charterboot zu erreichen. Von Lombok aus bestehen mehrmals täglich Fährverbindungen zu den einzelnen Gilis.
Die 3 Inseln sind wesentlich trockener als Bali oder Lombok, es gibt dort kein natürliches Trinkwasser. Der Verzehr von Salaten ist durch das eingeführte, "echte" Trinkwasser übrigens sicherer als auf Bali.
Vor einigen Jahrzehnten wurden die Gilis von amerikanischen Rucksacktouristen für den Tourismus "entdeckt". Besonders auf der größten der drei Gilis, Gili "T(erawangan)", hat sich seitdem einiges an touristischer Infrastruktur wie Bars, einfache Hostels sowie Tauch- und Surfcenter entwickelt. Sie ist damit zur Partyinsel geworden. Trotzdem tönt aus den Anlagen der Strandbars immer noch bevorzugt Reggae und es werden amerikanische Pancakes mit einem sehr süßen Bananenmatsch serviert. Ab und an findet sich auch ein dezenter Hinweis auf den Verkauf von "magischen" Dingen wie Pilzen oder Keksen…
Das schönste an den Inseln ist aber die Abwesenheit von Autos und Motorrädern, die auf Bali ja nun wirklich extrem störend sein können. Die durch die Pferdedroschken entstandene Ruhe kann man bevorzugt am blütenweißen Strand genießen.
Aber auch die Unterwasserwelt rund um die Inseln kann begeistern - die Korallenriffe sind halbwegs intakt, sodass sich das komplette Ökosystem des Riffs in seiner Farben- und Formenvielfalt beim Tauchen oder Schnorcheln genießen lässt. Über Wasser lässt sich mit Kitesurfen und Windsurfen auch hervorragend die Zeit verbringen.
Zwischen den Inseln kann man nicht hin- und her schwimmen, da die Strömungen zu stark sind. Nur auf "Gili T" gibt es einen Bankautomaten, die Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich auf ein Minimum. Seitdem der riesige Komodo-Waran im kleinen Vogelpark auf Gili Meno 2007 gestorben ist, gibt es auch keine sonderlich aufregende Sehenswürdigkeit mehr auf den Inseln, was die Auswahl bei der Freizeitgestaltung einfach macht…